Beirat im Projekt „Sozial-ökologische BNE im Sachunterricht der Grundschule“

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass wir nun Teil des Beirats im Projekt “Sozial-ökologische Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sachunterricht der Grundschule” sind. Das Projekt wird vom Fachgebiet Didaktik der politischen Bildung der Universität Kassel und dem Arbeitsbereich Sachunterricht und seine Didaktik an der Humboldt-Universität zu Berlin umgesetzt und zielt darauf ab, den Nachhaltigkeitsgedanken im Grundschulunterricht zu verankern.

Die Projektpartner*innen kooperieren im Kontext einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und entwickeln dazu gemeinsam mit Studierenden, Lehrkräften und außerschulischen Partner*innen Bildungseinheiten für die Grundschule mit einem besonderen Fokus auf individuelle und kollektiv-politische Handlungsmöglichkeiten im Bereich Biodiversitäts- und Klimaschutz. Ziel dieser Bildungsangebote ist es, die schulische Praxis im Bereich BNE im Sachunterricht von Grundschulen zu verbessern.

Unsere Aufgabe im Beirat ist es, insbesondere die Perspektive der außerschulischen Bildung in das Projekt einzubringen, um den Kindern praxisnahe Erfahrungen außerhalb des Klassenzimmers zu ermöglichen und so die Kooperation zwischen Schule und außerschulischen Lernorten zu stärken.

Dieses Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) und des UNESCO-Programms BNE 2030. Gefördert wird das Projekt im Zeitraum von Juni 2024 – 30. Juli 2026 durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

 

Weitere Informationen:

Sozial-ökologische Bildung an Grundschulen

Auftakttagung an der Uni Kassel

Fachtag Berufsorientierung für die Energiewende in Hessen – Erfahrungen, Verstetigung und Zukunftsperspektiven

Die ANU Hessen veranstaltet einen Fachtag zu „Berufsorientierung für die Energiewende in Hessen –Erfahrungen, Verstetigung und Zukunftsperspektiven“ am 02.12.2024, von 9:30- 16:00 Uhr in Wiesbaden.

Seit November 2022 sensibilisieren und begeistern wir Jugendliche in Hessen mit unseren interaktiven Berufsorientierungsangeboten für Energiewende-relevante Berufe im Projekt Energiewende-Held*innen, dafür durften wir auch im September den hessischen Staatspreis für innovative Energielösungen in der Kategorie Nachwuchs entgegennehmen. Das Projekt ist 2024 in die dritte Runde gestartet und ein weiterer Praxispartner ist mit einem Berufsorientierungsangebot mit dabei.

Auf diesem Fachtag möchten wir uns mit Ihnen vertieft über die Rolle der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Berufsorientierung und die Potenziale außerschulischer Bildungseinrichtungen mit BNE-Schwerpunkt als neue Partner der Berufsorientierung austauschen, von gesammelten Erfahrungen und Erfolgen berichten sowie gemeinsam mit Ihnen in multiperspektivischer Zusammenarbeit Strategien für eine Verstetigung solcher und weiterer Angebote in Hessen entwickeln.

Wer kann teilnehmen?

Wir begrüßen eine möglichst multiperspektivische Teilnehmendenschaft, in der alle Akteur*innen mit Interesse oder Berührungspunkten zu den Themen Berufsorientierung, Übergangsmanagement Schule-Beruf, Sensibilisierung für Energiewende-relevante Berufe, Nachwuchsgewinnung und Fachkräftesicherung für die Energiewende sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung herzlich eingeladen sind. Ob aus Wirtschaft, Bildung, Verwaltung oder Zivilgesellschaft.

Bitte um verbindliche Anmeldung

Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Wir bitten Sie um eine verbindliche Anmeldung. Die Teilnahme an der Tagung inkl. Verpflegung ist für Sie kostenfrei.

Wir freuen uns sehr über Ihre Teilnahme.

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Informationen zur Veranstaltung:

Wann: 02.12.2024, 9:30 – 16:00 Uhr
Wo: Mainzer Str. 118, Wiesbaden

Start der Klimabildungslandschaften in Hessen

Bildung und Kommunikation zu Klimaschutz spielen eine entscheidende Rolle bei der Transformation hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft. Auf dieser Grundlage haben seit Juli 2024 hessenweit fünf Klimabildungslandschaften (KBL) des Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt ihre Arbeit aufgenommen: Die Klimabildungslandschaften Frankfurt, Wiesbaden, Vogelsbergkreis, Marburg-Biedenkopf sowie Kassel und Umland. Sie sind eine zentrale Maßnahme des Klimaplans Hessen im Bereich Bildung und Forschung.

Worum geht‘s?

Eine Klimabildungslandschaft dient der akteursübergreifenden Zusammenarbeit zum Erreichen von gemeinsamen Zielen auf lokaler Ebene. Formale und non-formale, außerschulische Bildungsakteure, zivilgesellschaftliche Initiativen, Unternehmen, kommunale Vertreter*innen und engagierte Bürger*innen vernetzen sich, um Klimaschutz und Klimafolgenanpassung mit Kommunikations- sowie Bildungsangeboten und -prozessen zu fördern.

Was sind die konkreten Ziele?

Die Klimabildungslandschaften möchten durch Bildungs- und Kommunikationsprozesse den lokalen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutz- und Klimafolgenanpassungsziele des Klimaplan Hessen erhöhen und damit zu einem klimaneutralen Hessen beitragen. Dafür verfolgen sie folgende Einzelziele:

Ziel 1: Stärken der Klimabildungsakteure, -einrichtungen und -strukturen
Ziel 2: Informieren zu Klimabildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten
Ziel 3: Bewusstmachen von (regionalen) Klimaschutz- und Klimafolgenbedarfen
Ziel 4: Unterstützen regionalen Engagements
Ziel 5: Sensibilisieren für Handlungsmöglichkeiten

Wer ist Ansprechpartner vor Ort?

Jede KBL wird im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt von lokalen Akteuren koordiniert. Die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung ist Teil der Koordination der Klimabildungslandschaft Marburg-Biedenkopf sowie der Klimabildungslandschaft Kassel und Umland.

Kassel und Umland

Die Stadt Kassel mit ihrem Amt für Schule und Bildung ist gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) Hessen e.V. Koordinationsstelle und Ansprechpartnerin für die Klimabildungslandschaft Kassel und Umland. Beide arbeiten über die Projektlaufzeit hinweg inhaltlich vor allem zu Themen der Ernährungsbildung mit der Koordination des BNE-Netzwerks Nordhessens zusammen. Träger des Netzwerks ist der Weltgarten Witzenhausen.

Weitere Informationen zur Klimabildungslandschaft Kassel und Umland

Bei Interesse an der Arbeit oder den Beteiligungsmöglichkeiten der Klimabildungslandschaft der Region wenden Sie sich bitte an Isabell Müller (Isabell.Mueller@kassel.de, 0561/787-4278).

Marburg-Biedenkopf

In Marburg-Biedenkopf arbeitet die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) Hessen e.V. mit dem kollektiv von MORGEN e.V., Träger des dortigen BNE-Netzwerks „Nachhaltig Lernen Region Marburg“, zusammen. Beide sind Koordinationsstelle und Ansprechpartnerin für die Klimabildungslandschaft Marburg-Biedenkopf.

Weitere Informationen zur Klimabildungslandschaft Marburg-Biedenkopf

Bei Interesse an der Arbeit oder den Beteiligungsmöglichkeiten der Klimabildungslandschaft der Region wenden sich bitte an Ann-Marie Weber (kbl@bne-marburg.de, 0160/97235877).

Was ist geplant?

Geplant sind während der Projektlaufzeit bis Ende 2027 in beiden Klimabildungslandschaften unter anderem

  • der Aufbau von Vernetzungsmöglichkeiten und Multi-Akteurspartnerschaften,
  • die Durchführung von Fortbildungen zu Klimabildungsthemen,
  • öffentliche Veranstaltungen z.B. in Kooperation mit „Klima auf Tour“
  • die Bereitstellung von Informationen zu Klimabildungsangeboten und -akteuren der Region
  • und weitere Formate wie Peer-Learning oder Ideenwerkstätten zur Entwicklung neuer Projektvorhaben.

Auf überregionaler Ebene sind über den Projektzeitraum hinweg die KBL-Koordinationsstellen im engen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der interministeriellen Arbeitsgruppe (IMA) Klimabildung. Die IMA Klimabildung ist ein Gremium aus verschiedenen Landesministerien und -einrichtungen, die Bildungsmaßnahmen im Bereich Klimaschutz verantworten und diese in die Klimabildungslandschaften mit einbringen. So sollen auch diese überregionalen Angebote vor Ort in den Klimabildungslandschaften bekannt gemacht werden.

 

Besondere Qualifikationen im Team:
Qualifizierung Bildungslandschaftsmanager*in BNE

Praktikum bei der ANU Hessen e.V. – ein Interview mit Einblicken

Von Mitte Mai bis Ende Juli 2024 hat Lena Tögel, Studentin der Politikwissenschaften, bei uns von der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) Hessen e.V. ein Teilzeit-Praktikum absolviert. Was ein solches Praktikum bei uns im Landesverband beinhalten kann und was einen dabei sonst noch erwartet, das verrät uns Lena in einem Interview mit Vereinsgeschäftsführerin Jennifer Gatzke.

Jennifer Gatzke: Lena, für uns war dein Praktikum eine Prämiere. Du warst unsere aller erste Praktikantin, daher waren wir auch etwas nervös, ob alles so klappen wird, wie du und wir es uns erwartet haben. Wie ist dein Fazit zum Praktikum?

Lena: Das Praktikum bei der ANU Hessen hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich konnte zahlreiche Erfahrungen und Eindrücke sammeln, die mich lange begleiten werden. Ich habe Einblick in einen für mich völlig neuen Bereich bekommen. Mir war zuvor nicht bewusst, wie vielfältig Projekte und Handlungsfelder einer Bildung für nachhaltiger Entwicklung sein können. Ich habe mich beworben, um zu sehen, wie Interessensvertretung, auch in Form von Projekten, in der Praxis umgesetzt wird und wie der Arbeitsalltag im Verein aussieht. Ihr habt mir die Möglichkeit gegeben, an vielen verschiedenen Veranstaltungen und Projekten aktiv teilzunehmen und dabei all meine Fragen beantwortet.

Jennifer Gatzke: Du konntest während deines Praktikums ja in ganz unterschiedliche Projekte, Formate und Themen reinschnuppern. Was davon war dein Highlight während des Praktikums und warum?

Lena: Es gab für mich mehrere sehr interessante Veranstaltungen, an denen ich teilnehmen durfte. Ein besonderes Highlight war sicherlich mein erster Tag bei der ANU Hessen, an dem du mir einen großen Vertrauensvorschuss entgegengebracht hast und ich dich zu einem Lobbygespräch mit Abgeordneten der CDU im hessischen Landtag begleiten durfte. Die Erfahrung, ein solches Gespräch zu beobachten, hat mir ein völlig neues Verständnis für die Möglichkeiten und Herausforderungen der zivilgesellschaftlichen Lobbyarbeit gegeben.

Mit weiteren Veranstaltungen wie dem Workshop zur nachhaltigen Verwaltung in Kommunen und dem RENN.west Länderforum Nachhaltigkeitshaushalte sowie durch die Projekte zu den Nachhaltigkeitsstrategien verschiedener Bundesländer und Kommunen habe ich Einblicke in die Nachhaltigkeitspolitik auf allen politischen Ebenen erhalten. Das hat mein persönliches Bild vom Alltag der Nachhaltigkeitspolitik sehr erweitert.

Aber auch die Einblicke in die Praxis der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung, etwa bei den Workshops zum Projekt „Berufe machen Zukunft“ mit Hannah und Aylin, haben tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Besonders interessant fand ich hier die Methoden der Wissensvermittlung und wie sie trotz Einschränkungen wie Sprachbarrieren erfolgreich angewendet werden konnten sowie die Berichte von Multiplikatoren-Erfahrungen aus deren Alltag in der Berufsorientierung.

Jennifer Gatzke: Gab es sonst noch etwas, das dich besonders fasziniert oder beeindruckt hat?

Lena: Vor meinem Praktikum wusste ich nicht, wie vielfältig die Handlungsmöglichkeiten eines Vereins wie der ANU Hessen sind. Die Arbeit hat mir Hoffnung dafür gegeben, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, sich in allen Lebensbereichen für Veränderung zu engagieren.

Ebenso hat mich der allgegenwärtige Optimismus beeindruckt. Statt sich beispielsweise von gekürzten Projektmitteln oder einem knappen Zeitrahmen frustrieren zu lassen, arbeitet ihr an konstruktiven Lösungen, um das Projekt dennoch umzusetzen, weil ihr für das Ziel brennt.

Jennifer Gatzke: Ein Praktikum soll ja Orientierung geben und es soll die Möglichkeit geben, neue Fähigkeiten zu erproben oder an sich selbst zu entdecken. Gibt es etwas, was du neu gelernt hast oder was du über dich selbst neu gelernt hast?

Lena: Das Praktikum hat mich dazu motiviert, mein weiteres Studium in eine ähnliche Richtung auszurichten und im Master Umweltwissenschaften auch die naturwissenschaftlichen Hintergründe verstehen zu lernen, um im Beruf interdisziplinär arbeiten zu können. Durch meine Zeit bei der ANU Hessen hat sich meine Ansicht, dass es vernetztes Denken und interdisziplinäre Kooperation benötigt, um eine gute Zukunft schaffen zu können, weiter verstärkt.

Jennifer Gatzke: Dank der positiven Erfahrungen mit dir und deinem Praktikum wollen wir nun häufiger Menschen die Chance geben, in unsere Arbeitsbereiche hineinzuschnuppern. Gibt es da etwas, was du künftigen Praktikant*innen mit auf den Weg geben wollen würdest? Wie würdest du beschreiben, was ein/eine Praktikant*in bei der ANU Hessen erwartet?

Lena: Ein Praktikum bei der ANU Hessen bietet unglaublich vielfältige Einblicke in für viele Berufe relevante Bereiche wie Projektakquise, Veranstaltungskoordination und Vernetzungsarbeit. Durch den freundlichen Umgang habe ich mich bereits am ersten Tag wertgeschätzt und als Teil des Teams gefühlt. Bei Unklarheiten braucht man sich nicht zu scheuen, jemanden zu fragen, da alle hilfsbereit sind und Interesse, neue Ideen und Kreativität positiv aufgefasst werden.

Ich empfehle zukünftigen Praktikant*innen, die vielen Möglichkeiten zu nutzen, beispielsweise Veranstaltungen zu begleiten und dadurch Kontakt zu unterschiedlichen Akteuren zu erhalten. Wenn man Interesse an einem bestimmten Bereich oder Projekt hat, sind die Mitarbeiter*innen meiner Erfahrung nach sehr bereit, tiefere Einblicke oder Teilnahme zu ermöglichen.

Ausgezeichnet: ANU Hessen e.V. – Multiplikator_innen-Netzwerk

Ausgezeichnet: ANU Hessen e.V. – Multiplikator_innen-Netzwerk Schuljahr der Nachhaltigkeit ist Vorbild für Nachhaltigkeit

Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen UNESCO-Kommission verliehen

Am 28. Juni 2024 haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ vergeben. Die Leiterin des Referats Bildung in Regionen, Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Frau Dr. Andrea Ruyter-Petznek und Herr Walter Hirche, Vorstandsmitglied der Deutschen UNESCO-Kommission, zeichneten 21 Akteurinnen und Akteure für ihr herausragendes Engagement aus. Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten der Stadthalle Aschaffenburg statt. Die ausgezeichneten Initiativen erreichen Menschen mit innovativen Bildungsangeboten, Inhalten und Ideen und befähigen Lernende, aktiv und verantwortungsvoll an der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft mitzuwirken.

Das ANU Hessen e.V. – Multiplikator_innen-Netzwerk Schuljahr der Nachhaltigkeit überzeugte die Jury durch ein beispielhaftes Engagement für BNE und einen besonderen Einsatz für die Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und erlangte somit die Auszeichnung zum 4. Mal in Folge.

Die ANU Hessen e.V. auf der BNE-Akteurskarte: ANU Hessen e.V. – Multiplikator_innen-Netzwerk Schuljahr der Nachhaltigkeit | Deutsche UNESCO-Kommission

Hintergrund
Die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ würdigt Organisationen, Netzwerke und Kommunen, die sich im Rahmen des UNESCO-Programms BNE 2030 für eine lebenswerte, nachhaltige Gestaltung unserer Gesellschaft einsetzen.

Nachhaltige Entwicklung heißt, Menschenwürde und Chancengerechtigkeit für alle in einer intakten Umwelt sicherzustellen. Bildung ist für eine nachhaltige Entwicklung zentral. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken.

In der Agenda 2030 der Vereinten Nationen ist die Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung als Ziel für die Weltgemeinschaft festgeschrieben. Das 2020 gestartete UNESCO-Programm BNE 2030 zielt darauf ab, die strukturelle Verankerung von BNE im gesamten Bildungssystem voranzubringen. In Deutschland wird BNE auf der Grundlage des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung umgesetzt.

Weitere Informationen

BNE-Portal
BNE-Auszeichnungen
Nationaler Preis – Bildung für nachhaltige Entwicklung
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Pressekontakt
Carmen.Maier@anu-hessen.de

Das Schuljahr der Nachhaltigkeit ist ein Projekt des

Goals need Actions: Neues Video zur EURO 2024 punktet für die 17 SDGs

Im Rahmen der RENN.west-Kampagne „Ziele brauchen Taten“ ist ein neues Video mit prominenten Gesichtern erschienen, das die großen Themen Fußball und Nachhaltigkeit verbindet. Es motiviert, die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele kennenzulernen – und kann kostenfrei eingesetzt werden!

„Gewinnen wir das Spiel, gewinnen wir die Zukunft!“ So heißt es im einminütigen Video, dass pünktlich zur Aufwärmphase der UEFA-Fußball-Europameisterschaft der Männer 2024 von RENN.west veröffentlicht wurde. Es ist Teil der Kampagne “Ziele brauchen Taten“, die Nachhaltigkeit im und durch den Sport stärkt.

Aber wie gewinnen wir die Zukunft? „Was wir brauchen ist mehr Gerechtigkeit, mehr Klimaschutz, mehr Frieden – und Teamwork!“ Alles Themen, die sich in den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und ihrer Agenda 2030 wiederfinden. Der Clip animiert dazu, einen näheren Blick auf diese Ziele zu werfen. Denn ohne sie, würden wir beim Versuch, eine nachhaltige Zukunft zu erreichen, nur ins Leere kicken!

Support von bekannten Gesichtern

Unterstützt wird das Video von prominenten Testimonials: Fußball-Nationaltorhüterin Merle Frohms, Sportjournalist und Stadionsprecher Arnd Zeigler sowie Fußball-Freestyler und Social-Media-Star Jannik Freestyle.

Gezeigt wird das Video mit dem Titel “Goals need Actions” in den FanZones verschiedener Gastgeberstädte der EURO 2024; es wird außerdem über diverse Social Media-Plattformen verbreitet.

Eine Botschaft zum Weiterteilen

Das Video steht zur weiteren Verbreitung kostenfrei zur Verfügung und kann bei RENN.west angefragt werden. Es ist in zwei verschiedenen Längen und drei Formaten erhältlich. Auch gibt es Versionen mit deutschen und englischen Untertiteln.

Nutzen auch Sie das Video – und die EURO 2024 als Plattform, um das Thema Nachhaltigkeit sichtbarer zu machen.

Hintergründe zur Kampagne “Ziele brauchen Taten”, Materialien rund um Nachhaltigkeit im Sport, weitere inspirierende Videos und mehr hier: ziele-brauchen-taten.de

Alle Infos zum Clip
Das Video auf YouTube: Link
Anfragen zur kostenfreien Nutzung: l.vering@lag21.de
Länge: 60 Sekunden | 30 Sekunden
Formate: 16:9, 9:16, 4:5
Untertitel: Deutsch | Englisch

Nachbericht Kompakttermin am 12.6.2024

Bildungslandschaften für gute Zukunft: Raus aus unserer (Nachhaltigkeits-)Blase! Diversität als Chance für Netzwerke und Bildungslandschaften 2024

Am 12.6.2024 fand ausgerichtet von der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Hessen e.V., als Beitrag zum Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit im Rahmen des Projektes RENN.west, ein mehrstündiger Kompakttermin „Bildungslandschaften für gute Zukunft“ statt. Insgesamt nahmen 30 Koordinator*innen und Mitglieder aus kommunalen und zivilgesellschaftlich getragenen Bildungslandschaften und Bildungsnetzwerken an dem Kompakttermin teil.

Inhaltlich ging es unter dem Titel „Raus aus unserer (Nachhaltigkeits-)Blase! Diversität als Chance für Netzwerke und Bildungslandschaften 2024“ vor allem um die Frage, wie sich die Diversität in der eigenen Einrichtung, im Netzwerk und bei den zu erreichenden Zielgruppen erhöhen lässt und welchen Mehrwert das für die Umsetzung der Transformation und den gesellschaftlichen Zusammenhalt bieten kann. Zunächst führte Jennifer Gatzke in den Transformationsbereich „Menschliches Wohlbefinden, Fähigkeiten und soziale Gerechtigkeit“ der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und den dazugehörigen Transformationsbericht ein, um den Mehrwert und die Rolle von Diversität für den Nachhaltigkeitsdiskurs deutlich zu machen.

Danach widmeten sich die Teilnehmenden, moderiert von Frau Polat vom Verein Arc-en-ciel e.V., der Frage, welche Dimensionen von Diversität es gibt. Im Verlauf fokussierte die Veranstaltung auf Fragen zur Erhöhung der Diversität in den Dimensionen Kultur, geografische Herkunft, sozialökonomischer Hintergrund und Alter. Frau Polat beleuchtete die politische, die soziologische und wirtschaftliche Perspektive auf Diversität und legte dar, dass diversitätssensibles Arbeiten teilweise gesetzlich verankert und damit mehr als ein „Nice-to-Have“ ist. Als Beispiel nannte sie das Sozialgesetzbuch (SGBVIII) für den Bereich Kinder- und Jugendhilfe.

In Kleingruppenphasen tauschten sich die Teilnehmenden über die Rolle und den Ist-Stand des eigenen Personalmanagements der Organisationen der Teilnehmenden aus und darüber ob in ihren Netzwerken bereits Organisationen vertreten sind, die Menschen mit verschiedensten Diversitätsmerkmalen repräsentieren bzw. als Zielgruppe ansprechen. Nach diesem Blick „nach Innen“ widmeten wir uns möglichen Fahrplänen zur Steigerung der Diversität in eigenen Netzwerken. Als konkrete Anlaufstellen und Ideen, um beispielsweise Menschen mit diversen geografischen Herkünften; Kulturen oder sozialökonomischem Hintergrund für Angebote anzusprechen und zu gewinnen, empfahl Frau Polat, die proaktive Kontaktaufnahme mit: Netzwerken für Integration- und Inklusionsarbeit, mit Beiräten für Migration und Integration, mit Moscheegemeinden (Kulturfeste besuchen), Kulturvereine / Migrantenselbstorganisationen und Sportvereine, mit Schulen/ Schulsozialarbeiter*innen oder Migrationsberatungsstellen der Wohlfahrtsverbände.

Weiterhin sei es generell hilfreich auch Angebote der aufsuchenden Bildungsarbeit zu entwickeln, Flyer in nahegelegenen Wohnhäusern aufzuhängen, mehrsprachige Flyer zu Angeboten zu drucken und vor allem durch gezielte Einbindung von Multiplikator*innen sowie persönliche Ansprache Peer-to-Peer Verbindungen herzustellen. Frau Polat ermutigte die Teilnehmenden zu starten, auch wenn ggf. gewisse Unsicherheiten bestünden, den nur aus den dann gemachten Erfahrungen und Rückmeldungen könne man lernen und sich sowie seine Angebote weiterentwickeln.
Anschließend stellte Jennifer Gatzke den Teilnehmenden eine Methode und Ergebnisse einer im Rahmen der RENN.west Arbeit entwickelten Straßenumfrage vor, in der Menschen aus Kassel und Bad Karlshafen gefragt wurden, welche drei Wörter Sie mit einer „Guten Zukunft für alle Menschen in Deutschland“ verbinden oder was für eine „Gute Zukunft mit Blick auf die Umwelt“ wichtig sei. In der Straßenumfrage wurde besonders das Diversitätsmerkmal des Alters berücksichtigt. Die Ergebnisse aus der Umfrage können und sollten exemplarisch Anstoß zum Perspektivwechsel und zur Weiterentwicklung eigener Angebote geben, so Jennifer Gatzke.

In der darauffolgenden Ideenwerkstatt stellte Frau Polat drei konkrete Ideen vor, über welche Angebote oder Programme man mit Blick auf Nachhaltigkeitsfragen neue, weitere Zielgruppen gewonnen werden könnten. Hier nahm sie gemeinsam mit den Teilnehmenden ein Schwimm-, ein Garten- und ein Festprojekt in den Blick. Der abschließende Blick in die Mentimeter-Umfrage zeigt: die Teilnehmenden konnten den Workshop inspiriert, nachdenklich, motiviert und informiert verlassen.

WestDerby Zukunft: Auszeichnung für nachhaltige Sportvereine geht in dritte Runde

Start für die Bewerbungsphase: Ab jetzt können sich Sportvereine jeder Größe und Art aus Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz und dem Saarland für eine Auszeichnung im WestDerby Zukunft bewerben!

Bereits zum dritten Mal sucht RENN.west Vereine, die neben dem Sporttreiben auch Nachhaltige Entwicklung in den Blick nehmen. Dabei geht es vor allem darum, erste Schritte zu wagen und sich für soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeitsthemen stark zu machen. Bonuspunkte gibt es, wenn Nachhaltigkeit in den Vereinsstrukturen verankert wird und sich z.B. entlang der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs) ausrichtet.

Details zum Wettbewerb

Die Bewerbungsphase ist am 15. Mai 2024 gestartet und läuft bis zum 12. Juli 2024. Es gibt vier Kategorien:

  • Kleine Vereine (bis zu 300 Mitglieder)
  • Mittelgroße Vereine (301 bis 1.000 Mitglieder)
  • Große Vereine (ab 1.001 Mitglieder)
  • Sonderpreis „Profi-Vereine“ (über Nominierungsverfahren)

Die Bewerbung erfolgt über einen digitalen Fragebogen. Profi-Vereine können über einen extra Fragebogen nominiert werden. Eine Jury wählt pro Kategorie je zwei Vereine für das finale Derby aus. Aus den zwei Nominierten wählen sie dann den siegreichen Verein.

Was gibt es zu gewinnen?

Die Sieger-Vereine aus dem Wettbewerb erhalten jeweils ein Preisgeld von 2.500 Euro, die Zweitplatzierten von je 500 Euro. Inbegriffen sind auch ein Kommunikationspaket, Preisstatuette, Urkunde, Promo über die RENN-Kanäle, Zugang zum RENN-Netzwerk sowie eine Präsentation auf der Auszeichnungsfeier im Herbst 2024.

Alle Infos zum Wettbewerb, Inspirationen durch Gewinner-Vereine der letzten Jahre und die Fragebögen zur Bewerbung hier:

ziele-brauchen-taten.de

RENN.west N-Lounge sowie Mitgliederversammlung ANU Hessen e.V. am 25.09.2024 in Wiesbaden

Am 25. September findet von 10:00 – 12:30 Uhr die RENN.west N-Lounge zum Thema “BNE in politischen Strukturen” statt. Die N-Lounge ist ein Bestandteil der Aktivitäten der Regionalen Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien West (kurz: RENN.west), einem Netzwerk des Rates für nachhaltige Entwicklung und ist eingebettet in das Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit.

Die Auswertung von politischen Dokumenten zeigt eine zunehmende Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und BNE auf Landes- und Bundesebene. Dabei besteht jedoch eine Diskrepanz zwischen ambitionierten Zielen und konkreten Umsetzungsmaßnahmen. Der neue Monitoringbericht empfiehlt daher eine verstärkte Integration von BNE und Nachhaltigkeit in das deutsche Bildungssystem. Christoph Schönherr, wissenschaftlicher Mitarbeiter der FU Berlin im UNESCO-Programm “BNE 2030” beim Institut Futur, wird den Bericht mit einem Fokus auf Hessen vorstellen. Anschließend folgt eine Diskussionsrunde zur Erörterung der Herausforderungen und Chancen für Hessen. Die Veranstaltung richtet sich an Freiberufler*innen und Mitarbeiter*innen von Umweltbildungszentren sowie BNE-Netzwerken, Angestellten in Kommunen und Ministerien sowie an zivilgesellschaftliche Organisationen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen um 12:30 Uhr folgt am Nachmittag ab 13:30 die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Hessen e.V., bei der wir besonders das 25-jährige Jubiläum der ANU Hessen feiern werden.

Beide Veranstaltungen finden im Heimathafen Wiesbaden statt. Das genaue Programm sowie Infos zur Anreise finden Sie hier.

Bericht der Veranstaltung zum Herunterladen als pdf.